Blinken im Straßenverkehr - Ein Luxus?

Donnerstag, 4. September 2008 12:24

Der liebe Gott oder besser die Straßenverkehrsordnung hat eigentlich eine recht praktische Einrichtung an Fahrzeugen vorgeschrieben, die anderen Verkehrsteilnehmern signalsieren soll, daß ein Fahrer beabsichtigt seine Fahrtrichtung zu ändern. Diese Einrichtung (landläufig als Blinker bekannt) sollte nach StVO nicht nur beim Abbiegen, Wenden und Rückwärtsfahren verwendet werden, sondern auch beim Wechseln der Fahrspuren. Desweiteren sollte man beim Ausfahren aus einen Kreisverkehr signalisieren, daß man nicht ewig im Kreis fahren möchte.

Aber leider haben sich immer mehr Fahrzeuglenker dazu entschlossen, diese Einrichtung nicht mehr zu benutzen. Warum das so ist, kann eigentlich nur spekuliert werden. Ich habe dazu drei Theorien:

  • Es geht niemanden etwas an, wohin ich fahre
  • Es kostet zuviel Strom, daher erhöhter Kraftstoffverbrauch. Desweiteren gehen die Blinkerbirnchen früher kaputt
  • Mein Auto ist neu und der Verkäufer hat mir nicht gezeigt, wo ich den Blinker finde.

Wenn ich ehrlich bin, kann ich keiner der drei Theorien so wirklich folgen, auch wenn sie alle in sich schlüssig sind. Aber es muss ja was dran sein, wie ich selbst täglich auf meiner Fahrt zu/von der Arbeit feststellen kann. Eine weitere Theorie, die ich natürlich ebenfalls nicht nachprüfen kann: Der Fahrer ist viel zu sehr mit anderen Dingen beschäftigt, da bleibt keine Zeit fürs Blinken.

Bekanntlich ist das männliche Geschlecht nicht multitasking-fähig. Da hätte ich natürlich (als Angehöriger) vollstes Verständnis. Aber offensichtlich ist das kein Grund, weil es beim weiblichen Geschlecht genauso zu beobachten ist. Diese Entschuldigung ist also nicht zu halten.

Schade eigentlich, hätte ich doch damit auch einen Grund, den Blinker nicht zu benutzen.

Bleibt mir also nur, mir eine der drei oberen Theorien anzueignen oder so wie es die StVO vorsieht, weiter zu blinken und mich täglich über den dadurch stark gestiegenen Verbrauch zu ärgern.

Daß ich offensichtlich nicht der einzige bin, der sich über Blinkmuffel ärgert, belegen zahlreiche Foreneinträge und auch offizielle Presse-Publikationen.

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Ein neues Notebook musste her

Montag, 25. August 2008 16:46

Die Zeiten für Desktop-PCs sind bei mir vorbei. Aufgrund unserer räumlichen Situation gibt es für so ein Ungetüm keinen Platz mehr zuhause. Ins Wohnzimmer möchte man sich ja so ein Teil auch nicht unbedingt stellen, so schick ist das nun auch wieder nicht.

Mein bisheriges Notebook hat eigentlich immer gute Dienste geleistet. Bisher jedenfalls.

Bei modernen Applikationen haben die Hersteller aber offensichtlich nicht mehr an die Benutzer etwas älterer Geräte gedacht und munter die Ressourcen verplempert. Daraus resultierend musste mein Notebook mit 1.6 GHz Centrino CPU und 512 MB RAM die Segel streichen und einem neuen Gerät weichen.

Nur welches?

Der Markt ist ja mittlerweile voller als ein Gebrauchtwagen-Handel in einer Großstadt. Als erstes wird mal der Markt sondiert, zu welchem Preis welche Leistung verfügbar ist. Für meine Zwecke (gelegentliche Video- und regelmäßige Bildbearbeitung) muss es sicher kein Ferrari sein, ein Golf GTI reicht ja auch.

Preislich sollte sich das Gerät unterhalb meiner Schmerzgrenze von 500 Euro bewegen. Zunächst galt der Blick der CPU. Einen Celeron? Nein, eher nicht. Da kann ich ja gleich beim Centrino bleiben. Zur Auswahl standen daher die Intel Core 2 Duo CPUs oder die neuen Zweikern-CPUs von AMD, die auf den vollmundigen Namen Turion hören.

Nach längerem Studieren diverser Test- und Userberichte habe ich mich dann für ein Hewlett-Packard 6715s entschieden. Hauptgrund war das günstige Preis-/Leistungsverhältnis und das matte Display. Ich kann einfach diesen glänzenden Bildschirmen nichts abgewinnen, egal wie brilliant diese sind.

Das Gerät verfügt neben der 2x 2GHz-CPU über 2048 MB Arbeitsspeicher und sollte bei www.notebooksbilliger.de als Preis-/Leistungs-Sondermodell mit einer 200 GB-Festplatte 449 Euro kosten.

Gesagt getan, das Gerät wurde Freitag geordert, bereits am Samstag vormittag wurde es von DHL geliefert.

Erfreulich: Das Gerät besitzt keine 200GB, sondern eine 250GB-Festplatte.

Wie auch andere Besitzer schon geschrieben haben, ist das Gerät recht spartanisch ausgestattet, man merkt, daß es sich an der Business-Linie orientiert, wo man in der Regel im Netz arbeitet. Neben zwei USB-Slots, einem PCMCIA-Slot besitzt das Gerät nur noch einen VGA-Anschluss. Kein Kartenleser, kein DVI. Dafür gibt es aber einen Dual-Layer Brenner mit Lightscribe-Funktion.

Aber wer damit leben kann, erhält ein sehr robustes, gut verarbeitetes und schnelles Gerät.

Vorinstalliert war Vista, welches ich aber wieder runtergeworfen habe, da es nur die Home-Version ist. Wer das auch machen will, muss sich unbedingt vorher von der HP-Webseite die erforderlichen Treiber für XP oder Vista herunterladen, da die Komponenten (speziell WLAN) nicht erkannt werden.

Nach einer Woche Nutzung hat sich das Gerät als solide Arbeitsstation mit großem Display (15,4″) erwiesen, welches auch bei Sonneneinstrahlung noch gut ablesbar ist (sofern man die Helligkeit entsprechend regelt).

Es ist jedenfalls bei meinen hauptsächlichen Tätigkeiten um ein vielfaches schneller als mein altes Gerät. Wer noch mehr Leistung benötigt und für den Zeit Geld ist, sollte eher zur Variante mit einer schnellen Intel-CPU greifen.

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Aldi und die neuen Milchtüten

Dienstag, 12. August 2008 12:21

Über die Servicewüste Aldi habe ich mich ja bereits ausgelassen.

Jetzt geht das Spiel in eine zweite Runde.

Nach 14 endlosen Tagen hat sich Aldi Süd endlich dazu herabgelassen, mir eine Antwort auf meine Anfrage zu schicken. Leider entsprach die Antwort nicht dem, was ich eigentlich von einem servicefreundlichen Unternehmen erwartet hätte.

Statt mir zu erklären, weshalb man die Verpackung bzw. den Verschluss der Milfina-Milchtüten geändert hat, wollte man von mir lediglich wissen, wo und wann ich den Artikel gekauft habe. Außerdem braucht man noch die genaue Bezeichnung sowie den IBAN-Strichcode.

Hallo? Es geht nicht um meine ganz persönliche Milchtüte (die ich schon längst nicht mehr besitze), sondern um die generelle Änderung eines Artikels und zwar zum Negativen hin. Aber scheinbar entspricht das bei Aldi eher der Hinhalte-Taktik.

Ich werde dieses Spiel jedenfalls nicht mitmachen und meine Milch in Zukunft woanders kaufen. Auch dort kann ich mir natürlich nicht sicher sein, aber schlechter als bei Aldi kann es ja nicht werden.

Gute Nacht Deutschland

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Weltstadt Metzingen - Capital of the shopping world

Freitag, 1. August 2008 13:42

Wie, Sie kennen Metzingen nicht?

Metzingen ist eine kleine beschauliche Stadt auf der schwäbischen Alb unweit von Stuttgart. Zumindest ist sie das nachts. Tagsüber jedoch ist dort fast soviel los wie auf dem Berliner Kudamm oder der Düsseldorfer Kö. Grund dafür ist die Tatsache, daß die Stadt sich zu einer wahren Outlet-Metropole gemausert hat. Was einst mit Boss begann (Firmensitz) hat dazu geführt, dass man dort mittlerweile alle großen Modelabels findet.

Metzingen selbst spricht auch auf der offiziellen Webseite der Stadt vom “Mekka der Schnäppchenjäger“.

Wir selbst hatten am vergangenen Mittwoch mal wieder die Gelegenheit, dem täglichen Shopping-Wahnsinn beizuwohnen. Zumindest an Werktagen ist die Parkplatzsuche recht einfach, hier hat man vorbildlich für ausreichend Parkmöglichkeiten gesorgt, hier wird man als Kunde auch nicht über den Tisch gezogen. Für 5 Stunden Parken wurden uns gerademal 2,50 Euro abgeknöpft. Angesichts vieler Parkhäuser in deutschen Innenstädten ein richtiges Schnäppchen.

Gesellt man sich dann zu den vielen anderen tausenden Kunden, darf man sich getrost fragen, ob sich ein Besuch und das Einkaufen dort wirklich lohnt. Sieht man sich die feilgebotenen Waren näher an, so handelt es sich in der Regel um Artikel aus der Vorjahres-Saison, um Artikel, die nie im regulären Handel zu finden waren oder um Artikel der zweiten Wahl, also mit Fehlern versehen.

Die Preise sind günstig, keine Frage. Aber eben nur unter der Berücksichtigung, daß es sich um Markennamen handelt. Ob sich das dann auch in der Qualität widerspiegelt, muß jeder Kunde für sich selbst entscheiden. Ist es wirklich notwendig, dass auf dem gerade erworbenen T-Shirt das Hilfiger- oder Adidas-Logo prangt, damit die Welt sehen kann:”Seht her, ich kann mir Markenklamotten leisten”?

Eigentlich nicht.

Ich sehe in Metzingen nur den Vorteil, daß man schnell auf engem Raum durch eine große Auswahl stöbern kann und man in der Regel weiß, welche Firma welche Artikelart verkauft.

Es gibt aber immer auch Kunden, die sich durch die imposanten Markennamen beeindrucken lassen. Bei Esprit kann man da Frauen entdecken, die ihren Einkaufswagen mit 20-30 Artikeln zur Kasse schieben. Man könnte hier durchaus den Eindruck haben, daß es Esprit-Kleidung nur in Metzingen käuflich zu erwerben gibt.

Ja, es gibt auch günstige Kleidung. Wir haben uns mit Funktions-Kleidung ausgerüstet, um für die kommende Sportsaison gerüstet zu sein. Es ist natürlich ein Unterschied, ob ein Shirt dann nur noch 25 Euro anstatt 65 Euro kostet.  Wir haben aber nicht überprüft, ob der hohe Preis tatsächlich in anderen Geschäften verlangt worden ist. Allein der Eindruck ist ja entscheidend, daß man was gespart hat.

Fazit: Man sollte es mal erlebt haben. Ob man dort auch einkauft oder nur an einem der Brunnen sitzt und das emsige Treiben kopfschüttelnd verfolgt, bleibt jedem selbst überlassen. Bei letzterem spart man übrigens am meisten.

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Servicewüste Aldi

Dienstag, 29. Juli 2008 17:55

Da geht man nichtsahnend zu Aldi, um wie gewohnt die dort erhältliche Milch käuflich zu erwerben.

Zuhause muss man dann nach öffnen des Dreverschlusses feststellen, daß Milfina (bzw. deren Hersteller) die Verpackung geändert haben. Zusätzlich zum bisher abzuziehenden Ring ist dieser noch an der Verpackung festgemacht.

Im Ergebnis erreicht man dann nach Abziehen keine kreisrunde Öffnung mehr, sondern nur noch einen länglichen Schlitz. Wäre ja an sich kein Problem. Eigentlich jedenfalls.

Aber versucht man dann, aus diesem neuen Tetra-Pack die Milch unfallfrei in eine Tasse oder in eine Schüssel mit Cornflakes zu gießen, hat man trotz allergrößter Vorsicht keine Chance, die Umgebung kleckerfrei zu halten. Egal in welchem Füllstand sich die Milchtüte befindet, es geht immer etwas daneben.

Hier hat sich Aldi zu einer absoluten Fehlkonstruktion entschlossen und das geht dann soweit, daß ich am überlegen bin meine Milch künftig woanders zu kaufen.

Auch beim Thema Sushi hat sich hinsichtlich Aldi etwas geändert. Wie bereits in einem früheren Eintrag festgestellt, gibt es bei den meisten Discountern kein Sushi mehr in der Tiefkühltheke. Das hat sich zumindest zur Zeit geändert, weil man bei Aldi offenbar asiatische Wochen entdeckt hat. Die dort erhältlichen Fertiggerichte haben ja zumindest den Ansatz von einigermaßen genießbarer asiatischer Küche.

Natürlich gibts hier auch Sushi. Aber allein das Vorhandensein reicht leider nicht. Geschmacklich hat es sich noch weiter verschlechtert (was ja bei Tiefkühl-Sushi fast nicht mehr möglich ist. Daher ist vom Kauf unbedingt abzuraten. Es schmeckt einfach für jeden schrecklich, der sich schonmal mit Sushi anderweitig versorgt hat. Und damit ist nicht unbedingt das High-End-Sushi aus den diversen Feinschmeckerlokalen gemeint.

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