Das Ende der Fähnchen
Montag, 30. Juni 2008 12:10
Gott sei Dank, es ist vorbei.
Ja, die EM 2008 ging gestern tatsächlich zuende. Vielleicht nicht mit dem Sieger, den viele gerne gesehen hätten. Aber das ging aus sportlicher Sicht sicher so in Ordnung.
Aber noch etwas ging zuende.
Die Rumfahrerei mit den Fahnen an Fahrzeugen nämlich. Oh, was hab ich die Dinger satt. Jeder meint, er müsse mindestens eins dieser albernen Fähnchen am Auto spazieren fahren. Spritverbrauch höher? Ist doch egal, Sprit kostet ja nix.
Hauptsache, man zeigt Verbundenheit. Meint man jedenfalls. Und dass die Fahnen von den Herstellern nur bis 80 km/h vorgesehen sind? Auch egal. Ich fahre so schnell wie immer. Mal sehen, was am Ziel noch von der Fahne übrig ist.
Bin mal gespannt, wer den ganzen Müll wegräumt, der sich deswegen am Straßenrand anhäuft. Und wenn ich mal eins von den Dingern aufs Auto bekomme, weil sie sich beim Vordermann selbständig gemacht hat, dann sollte sich dieser Vordermann schonmal warm anziehen.
Auch interessant ist die Tatsache, daß man immer einen Grund braucht, um die Verbundenheit mit einem Land zu demonstrieren. Deutschland hat gestern verloren. Und deswegen geben einige auch ganz schnell ihre Verbundenheit wieder auf. Es waren jedenfalls heute früh auf dem Parkplatz deutlich weniger Fahrzeuge beflaggt, als das noch letzten Freitag der Fall war.
Gute Nacht, Deutschland.
Thema: Allgemein | Kommentare (0) | Autor: pixel24