Mittwoch, 16. Juli 2008 12:25
Man kann ja über IKEA reden und denken, was man will, aber günstige Möbel bekommt man dort allemal.
So entschlossen auch wir uns zum Kauf eines neuen Schrankes, der irgendwann mal im Schlafzimmer stehen soll. Gesagt getan begaben wir uns zum örtlichen IKEA in Ulm. Praktischerweise wurde der ja kürzlich eröffnet, sodaß wir keine hunderte Kilometer mehr fahren müssen, sondern bereits nach 10 Minuten im Laden stehen.
Der Schrank ist verfügbar, man könnte ihn sofort mitnehmen, wenn da nicht das Transportproblem wäre. Selbst in großzügig dimensionierte PKW ist es kaum möglich, Schrankteile von mehr als 2,30 Meter Länge ohne Probleme zu verstauen.
Aber was solls, IKEA bietet ja einen Lieferservice an. 49 Euro für die Lieferung nach Hause? Immer noch billiger, als einen Kleintransporter beim Vermieter um die Ecke zu beschaffen. Und die Schlepperei haben wir da auch nicht. Dachten wir zunächst jedenfalls.
Bei IKEA läuft das alles aber ein wenig anders. Man rangiert seinen Einkaufswagen zunächst geschickt durch die riesigen Hallen mit den Regalen, auf denen die gesuchten Waren lagern. Hier muß man die Artikel aufladen und dann durch die Kasse zwecks Bezahlung schieben. In einer Ecke befindet sich dann ein Schalter des IKEA-Lieferservice.
Hier gibt man dann unter den prüfenden Blicken des Mitarbeiters seine gerade gekauften Waren wieder ab. Diese werden dann irgendwann (Termin lässt sich festlegen) an die gewünschte Adresse geliefert. 40 Euro zahlen und schon verschwindet die Ware wieder in den Tiefen von IKEA. Ein Lieferdatum wird festgelegt, eine genauere Uhrzeit noch nicht. Nach Aussage des Mitarbeiters wird man zwei Tage vor Lieferung informiert, wann ungefähr die Lieferung erfolgt.
Soweit so gut. Die Spedition ruft tatsächlich an, man wolle am Vormittag liefern. Auf Rückfrage, was denn ‘Vormittag’ bedeutet, wurde erklärt, daß es zwischen 07:00 Uhr und 14:00 Uhr stattfindet. Da man aus Stuttgart kommt, braucht man wohl nicht vor 09:00 Uhr mit der Lieferung zu rechnen.
Moment mal, aus Stuttgart? Das sind ja 100 km Entfernung? Haben wir unsere Möbel denn nicht bei IKEA in Ulm (15 km Entfernung) gekauft?
Soll das bedeuten, daß man die Möbel erstmal von uns weg transportiert um sie dann zwei Tage später wieder den gleichen Weg zurückzubringen?
Gut, irgendwie müssen die 49 Euro für die Zustellung ja gerechtfertig sein….